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02/2010
20 JAHRE GOLFCLUb kARERSEE
kurioses aus der Club-Geschichte
In der 20-jährigen Clubgeschichte
hat sich auf dem Platz und drum
herum allerhand abgespielt.
Drei ganz besondere Ereignisse
als Beispiel:
Es ist eine alte Tradition, dass Franz
Senfter mit seinen Spielpartnern
alljährlich pünktlich um 11.50 Uhr seine
Runde beginnt. Als Sponsor steht
ihm diese Ehre zu und die Zuschauer
feuern ihn begeistert an, wenn er
dabei ist, seine Klasse „aufblitzen” zu
lassen. Er schwingt den Driver und
der Ball fliegt und fliegt ... und landet
am Parkplatz. Nichts zu sehen, nur ein
plumpes „Platsch” des Aufpralls ist zu
vernehmen. Allen ist in diesem Moment
klar: Ein Auto wurde getroffen!
Franz meint mit einer Seelenruhe: „Der
ist im Aus! Ich glaube, er müsste ungefähr
an meinem Auto gelandet sein!” Er
hatte damit absolut ins Schwarze getroffen.
Doch der Ball war nicht am Auto,
sondern drinnen, auf der Hutablage.
Dies war jedoch noch nicht der Turnierhöhepunkt
an jenem 31. Juli 1999. Auch
Roberto Paolillo hatte sich zum Turnier
eingeschrieben. Er war mit seinen 17
Jahren noch Amateur und einer der großen
Hoffnungsträger der nationalen Golfwelt.
An diesem Tag brachte er es fertig,
mit 6 unter Par den Platzrekord aufzustellen.
Dieser konnte bis heute nicht
unterboten werden. Im gleichen Turnier
gewann er auch den Preis „Nearest to the
Pin” am 18. Loch, nachdem er auf Loch
12 ein Hole in One gemacht hatte. Für
das Ass erhielt er sein Gewicht an „Senfter
Speck” aufgewogen. Die Gaudi des
Abends: Bei der Preisverleihung wurde
er unter tosendem Applaus der Anwesenden
mitten im Lokal, für alle sichtbar
auf einem Tisch, gewogen.
78,5 kg brachte er
auf die Waage. Sein Auto war bei der Abfahrt
voll beladen. Er kommt jedes Jahr
zum Karersee zurück. Von Jahr zu Jahr
hat er allerdings an Gewicht zugelegt.
Kein Wunder bei so viel Speck!
Schluss mit Golf
Das Loch 4/13, normalerweise für gute
Spieler ein Birdieloch, wurde für einen
Spieler zum Spießrutenlauf. Der so sehr
erhoffe Abschlag ins Green landete im
Wasser, der dritte Schlag ebenso. Das
Limit an Missgeschick war erreicht und
der Spieler explodierte im wahrsten
Sinne des Wortes: Zuerst flog der Schläger
ins Wasser und gleich darauf folgte
der ganze Golfbag.
Mit hochrotem Kopf sagte er wutentbrannt
zu seinen Mitspielern: „So ein
blödes Spiel! Der Bag soll absaufen,
ich geh heim!” Ohne ein weiteres Wort
machte er sich in Richtung Parkplatz
davon ... und kehrte wider Erwarten
bald darauf schleunigst zurück. Im
Golfbag war sein Autoschlüssel.
Rasen-Schlagen beim „Alpine Iron Man”
Wie jedes Jahr wurden beim „Alpine
Iron Man” das Sekretariat und die Bar
um 4 Uhr morgens aufgesperrt, denn bereits
um 5.30 Uhr geht es an den Start.
Normalerweise treffen die Teilnehmer
eine halbe Stunde vor dem Start ein, um
sich für die Marathonrunde vorzubreiten.
„In jenem Jahr wurde ich
aber von einem Spieler überrascht,
der bereits da war, als ich im Se-
kretariat die Lichter einschaltete. Ich
war glatt ein wenig erschrocken, als er
in Anzug und Krawatte plötzlich hinter
mir stand”, erzählt Luis Obertegger. „Ich
begrüßte ihn mit: Hallo H. J., schon so
früh zur Stelle?” Seine Antwort: „Es wird
aber langsam Zeit, dass Leben in diesen
Laden kommt. Ich bin schon um 3 Uhr
mit dem Taxi gekommen! Bei dieser Kälte
war ich froh, dass die Tür zum Heizraum
nicht versperrt war.” Dort hatte
er ein Nickerchen im Warmen gemacht
und wollte, dass sofort der Pro Shop aufgesperrt
werde, denn dort wollte er sich
schnell einkleiden. „Die Schläger bringen
meine Kumpels, den Rest brauche
ich von A bis Z neu!”, erklärte er mir.
Frisch eingekleidet stand er pünktlich
am Abschlag und schlug seine erste
„Lady”, das heißt, er schlug den Abschlag
so kurz, dass der Ball noch vor
dem Damenabschlag liegen blieb. Der
zweite Schlag war zwar besser, aber
ein großes Rasenstück flog auch mit
durch die Luft. Spontan holte er seine
Brieftasche hervor, entnahm ihr einen
5000-Lire-Schein, nagelte diesen mit
einem Tee ins Gras und verkündete
latemar_carezza-195x142.fh11 19-03-2010 9:14 Seite 1
laut: „Für die Greenkeeper!”
Alles neu am karersee ...
Am Karersee, ganz egal ob es das
Skiressort oder die Golfanlage
betrifft, steht mit Georg Eisath
nun ein Mann dahinter, der mit
viel persönlichem Engagement
den Tourismus am Fuße des
Rosengarten wieder an vergangenen
Glanzzeiten heranführen will.
Für Georg Eisath eine große Aufgabe:
„Der Bereich Golf ist für mich
neu und wir haben jetzt mit der Golf-
Betreibergesellschaft vom Club die
Führung des Platzes, die Organisation
der Turniere und die Gastronomie
übernommen,“ berichtet Georg Eisath.
„Gleich spektakulär wie unser Skigebiet
ist eben auch die Golfanlage. Ich habe
mir sagen lassen, viele Golfgäste sind
der Meinung, diesen Platz muss man
einmal gespielt haben. Wenn Karersee,
Karerpass und Rosengarten schon vor
100 Jahren weltbekannt waren, dann
sollten wir in Golferkreisen eben weltweit
kommunizieren, dass dieser Platz
einmalig ist und ihn jeder einmal spie-
Georg Eisath
C M Y CM MY CY CMY K
len sollte!“ Das klingt einfach, aber ganz
so leicht wird es nicht werden. Doch
die Weichen sind gestellt. Martin Mair,
der neue Manager vom Golfclub, geht
mit gleicher Begeisterung wie der Chef
selbst an die neuen Aufgaben heran.
Greenkeeper Karl Pichler hat langjährige
Erfahrung und Wissen um Greens im
alpinen Bereich und dazu kommen noch
weitere Mitarbeiter, die sich vom neuen
Schwung haben anstecken lassen. Alles
in allem die besten Voraussetzungen
für künftigen Erfolg!